Beschaffenheit und Funktion der Haare

Eigentlich sind unsere Haare ein Erbe aus grauer Vorzeit, als unsere Vorfahren noch komplett behaart waren. Damals dienten sie hauptsächlich als Wärmeschutz. Doch auch mit Fortschreiten der Evolution haben Haare ihre wichtige Rolle nicht verloren.

Noch heute gelten schöne und volle Haare als Symbol von Jugendlichkeit, Vitalität und Fruchtbarkeit.

Fast der komplette menschliche Körper ist behaart. Nicht behaarte Haut wird als Leistenhaut bezeichnet, behaarte Haut hingegen als Felderhaut.

Gerade die Kopfbehaarung spielt für viele Menschen eine enorm große Rolle.

Was sind Haare eigentlich?

Bei Haaren handelt es sich rein objektiv betrachtet um lange Hornfäden, die in speziellen Hautzellen gebildet werden. Sie bestehen aus Keratin, dem Farbpigment Melanin, aus Wasser und aus Lipiden.

Haare fangen an etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche zu wachsen. Zu diesem Zeitpunkt legt der Körper die 5 Millionen Haarwurzeln an, aus denen schlussendlich unsere Haare wachsen.

Welche Haare gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man beim Menschen unter drei Haartypen.

Lanungohaare (Flaumhaare)

Das sind kurze und feine Haare, die unpigmentiert sind. Sie wachsen in der Embryonalzeit und werden spätestens im vierten Lebensmonat abgestoßen. Auch bei einer fortgeschrittenen Magersucht kann der Körper Lanungohaare bilden.

Vellushaare (Wollhaare)

Die kurzen, feinen und leicht pigmentierten Haare sind der Nachfolger der Lanungohaare. Die Vellushaare bilden bei Kindern und zum Teil bei Frauen die Körperbehaarung.

Terminalhaare (Dauerhaare)

Diese dicken, meist langen und pigmentierten Haare bilden von Geburt an beispielsweise Augenbrauen, Wimpern und Kopfhaare. Später – mit Einsetzen der Pubertät – Entstehen aus den Vellushaaren in den Achseln und im Schambereich Terminalhaare. Auch die männliche Körperbehaarung besteht meist aus Terminalhaaren.

Wie sehen Haare aus?

Wie ein Haar individuell beschaffen ist, liegt in unseren Erbanlagen. Je nach Struktur und Haarfarbe hat ein Mensch bis zu 150.000 Haare auf dem Kopf.

Das einzelne Haar selbst besteht aus drei Schichten: Cuticula, Medulla und Cortex.

Die Cuticula ist die äußerste Schicht der Haare, die sogenannte Schuppenschicht. Diese Schicht besteht aus Zellen, die sich teils überlagern. Betrachtet man ein Haar unter dem Mikroskop, sieht die Cuticula ein wenig wie ein Tannenzapfen aus. Bei gesundem Haar liegen diese Schichten glatt an.

Die Medulla liegt im inneren des Haares und wird auch Haarmark genannt. Sie liegt im Inneren eines Haares.

Der Cortex ist die Haarrinde und wird auch Faserstamm genannt. Dieser umschließt die Medulla und wird wiederum aus Keratinfasern (Fibrillen) hergestellt. Der Cortex bestimmt die Elastizität und Reißfestigkeit eines Haars. Je besser die Fasern miteinander verbunden sind, umso besser ist auch die Qualität des Haars.

Welche Funktion haben Haare?

Während bei den Tieren die Haare hauptsächlich als Wärmeisolierung dienen, beziehungsweise als Tast- oder Schutzorgan, haben unsere Haare bis auf Ausnahmen eigentlich keine besondere Funktion. Die Kopfhaare schützen beispielsweise die Kopfhaut vor UV-Strahlung, und die Härchen in den Ohren und in der Nase schützen diese vor dem Eindringen von Staubpartikeln. Wimpern und Augenbrauen schützen die Augen beispielsweise vor Schweiß.

Dank der vielen Nervenenden können auch menschliche Haare Berührungsempfindungen, Tast- und Druckreize weitergeben. Ein gutes Beispiel ist hier die „Gänsehaut“.

Haarfarbe und Form

Für die Haarfarbe sorgen die Melanozyten, die direkt an der Haarpapille sitzen. Diese geben Pigmente ab und bestimmen so die Art und Menge der Farbe.

Im Laufe des Lebens lässt die Melaninproduktion nach und das Haar wird langsam grau. Ebenso wird das Haar durch vermehrte Lufteinschlüsse feiner.

Ob unsere Haare glatt, gewellt oder lockig sind, hängt im Wesentlichen von der Haarform ab. Je runder ein Haar ist, umso glatter ist es auch. Ist ein Haar stark elliptisch geformt, ist es stark gelockt.

Die Haarzyklen

Ein Haar durchläuft während seines Lebens verschiedene Wachstumszyklen.

Die erste Phase ist die Anagen- oder Wachstumsphase. Hier entsteht die neue Haarwurzel, in der das Haar anschließend gebildet wird. Die Anagenphase dauert etwa drei bis fünf Jahre. Haare, die sich in dieser Phase befinden, werden auch Papillarhaare genannt.

Die Katagenphase ist die Übergangsphase. Hier verkürzt sich der Follikel und das Haar wird abgestoßen. Haare in der Katagenphase werden auch Beethaare genannt.

In der Telogenphase (Ruhephase) wird die Haarpapille neu gebildet, wodurch sich wiederum der Haarfollikel regeneriert. Dadurch wird wiederum die Haarproduktion angeregt und der Zyklus beginnt von vorn. Haare in der Telogenphase werden Kolbenhaare genannt.

Durchschnittliche wächst ein Haar am Tag etwa einen halben Millimeter, wobei hier durchaus individuelle Unterschiede bestehen können. Jeder Mensch verliert etwa 100 Haare am Tag.

Bei erblich bedingtem Haarausfall sind diese Phasen verkürzt. Dadurch wachsen die Haare immer weniger dicht nach, bis das Wachstum irgendwann komplett ausbleibt.

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