Haarausfall durch Färben: Greift die Farbe die Haare an?

Blondhaarige färben ihre Haare schwarz, Grauhaarige ihre Haare rot, Schwarzhaarige ihre Haare blond. Um extreme Veränderungen der Haarfarbe zu erreichen, müssen Haarfärbemittel die Struktur der Haare aufbrechen. Kann auf diese Weise Haarausfall durchs Färben hervorgerufen werden?

Haarausfall durch Färben ist keine Seltenheit bei Menschen, die sich häufig die Haare färben. Doch es kommt darauf an, welches Haarfärbemittel genutzt wird. So sind kleinere Veränderungen von Farbschattierungen kein Problem. Doch zu häufiges Haare färben mit permanenten Farben führt zu Haarausfall.

Wie kann man Haare färben?

Es gibt viele unterschiedliche Art und Weisen, wie man seine Haarfarbe ändern kann. So kann einem der Friseur die Haare färben, oder man kauft sich im Drogeriemarkt Farbe, um sich selber die Haare zu färben. Doch es gibt auch viele Hausmittel, mit denen die Haare gefärbt werden können.

Von pflanzliche Färbemittel kann man nicht zu viel erwarten. Sie ermöglichen nur eine kurzzeitige Veränderung der Schattierung der Haarfarbe. Wer eine radikale Veränderung möchte, muss zu chemischen Substanzen greifen. Aber auch hier gibt es Unterschiede.

 

Welche Färbemittel gibt es für die Haare?

 

Haarausfall durch Färben infografik Haarfärbemittel

1. Temporäre Färbung der Haare

Temporäre Farben werden häufig bei grauen Haaren angewandt. So nimmt z.B. Silberglanz Shampoo den grauen Haaren den Blau- oder Lilastich. Doch müssen die Haare regelmäßig mit dem Shampoo gewaschen werden, damit die Farbschattierung erhalten bleibt. Die Farbe legt sich um die Haare und löst sich beim Haarewaschen wieder ab.

2. Semi-permanent oder Tönungen

Die semi-permanenten Farben dringen nur sehr Oberflächlich in die Schuppenstruktur der Haarcuticle ein. Sie haften etwas stärker als die temporären Farben, waschen sich aber dennoch nach 6-8 Haarwäschen aus.

3. Demi-permanente Färbung

Demi-permanente Farben beinhalten kein Ammoniak, wodurch keine Aufhellung der Haare möglich ist. Doch die giftige Stickstoffverbindung Hydrogen Peroxid öffnet die Schuppenschicht der Haare, wodurch die Farbmoleküle in die Haare eindringen können.

4. Permanente Färbung der Haare und Bleichen

Bei einer permanenten Färbung der Haare öffnet erst das Hydrogenperoxid die Schuppenschicht der Haare. Dann zerstört Ammoniak die Pigmente und durch eine Tönung werden neue Pigmente eingesetzt.

Durch die Aggressive Substanzen, welche die Produkte enthalten, wird die Schuppenschicht der Haare und der Kopfhaut angegriffen. Doch diese Inhaltsstoffe sind essenziell, damit die Farbmoleküle tief ins Haar eindringen kann. Auf diese Weise sind auch extreme Farbveränderungen möglich.

 

Haarausfall durch Haare Färben stoppen

Sie können dem Haarausfall durch Färben meiste gut entgegenwirken, oder sogar ganz stoppen, indem Sie Ihre Haare mit hochwertigen Ammoniak und PPD freien Haarfarben färben. Außerdem sollten sie ihre Haare maximal vier mal im Jahr färben.

Auch eine gute Lösung ist es, beim Friseur sich Strähnchen in Folie machen zu lassen. So kommt die giftige Farbe nicht in die Poren der Kopfhaut. Auf diese Weisen sind sie vor allergischen Reaktionen auf die Farbe und vor Haarausfall geschützt.

Pflegen Sie ihre colorierten Haare mit hochwertigen Pflegemitteln um nicht nur Haarausfall, sondern auch Haarbruch vorzubeugen.

 

Kann ich Haare bei Haarausfall färben?

Wenn Sie schon an Haarausfall leiden, sollten sie lieber nicht die Haare färben. Haarausfall ist ein Zeichen, dass es Ihren Haaren nicht gut geht, und da sollten Sie sie nicht noch weiterem Stress durch Färben aussetzten.

Auch wenn Farben kein Ammoniak enthalten, enthalten die meisten Haarfärbeprodukte PPD (P-Phenylendiamin) welches viel häufiger für allergische Reaktionen beim Friseur verantwortlich ist. Daher sollten Sie wenn trotz Haarausfalls ihre Haare färben wollen, unbedingt auf pflanzliche Färbeprodukte zurückgreifen.

Wenn Sie ergraut sind und unter Haarausfall leiden. Können Sie auch ein Mittel benutzten, dass die Repigmentierung ihrer Haare veranlasst.

Haarausfall wegen Färben_ infografik_Wie entstehen graue Haare

Bei grauen Haaren sind in den Haaren nur noch wenig Eumelanin (schwarzes und braunes Haar) und wenig Phäomelanin Pigmente (blondes und rotes Haar) enthalten. Die Melanine werden mit Kohlenstoffblasen ausgetauscht.  Die Repigmentierung reaktiviert die Produktion der Piemente, sodass die Haare wieder farbig nachwachsen.

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Wann bessert sich Haarausfall nach dem Haarefärben?

Der Haarausfall nach dem Haarefärben kann sich erst verbessern, wenn mit dem Färben aufgehört wird. Die Haare wachsen dann gesund wieder nach.

Sollten die Haarfollikel im Färbeprozess in unwiderruflich zerstört worden sind, dann kann nur eine Haartransplantation helfen kahle Stellen zu verdecken. Jedoch sollten vorher andere Ursachen wie z.B. genetisch bedingter Haarausfall, Alopecia Areata, oder diffuser Haarausfall ausgeschlossen werden.

Gerne stehen wir von Cosmedica für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Oder nehmen Sie unverbindlich unsere kostenlosen Haaranalyse in Anspruch.

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