Haarausfall bei Frauen

Schuld am Haarausfall bei Frauen können Hormone, Autoimmunerkrankungen oder die genetische Veranlagung sein.
 
Es ist normal, dass täglich um die 100 Haare ausfallen. Doch sind es auf einmal mehr, sprechen wir von Haarausfall.
 
Haarausfall macht keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern, er betrifft sowohl Frauen als auch Männer. So leiden lt. Statistik (Quelle: Wikipedia) etwa 80 % der Männer und etwa 40 % der Frauen in Deutschland unter erblich bedingtem Haarausfall, der androgenetischen Alopezie.
 
Allerdings ist nicht immer der anlagebedingte Haarausfall schuld, dass die Haare plötzlich vermehrt ausfallen.
 
Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise kann auch eine Autoimmunerkrankung oder anhaltender Stress dafür sorgen, dass der Haarschopf immer lichter wird.

Fallen die Haare gleichmäßig über den Kopf verteilt aus, spricht man von diffusem Haarausfall. Die Ursachen dafür sind vielfältig und meist in den äußeren Lebensumständen zu suchen.

Diffuses Effluvium kann durch permanenten Stress oder Schlafmangel entstehen, aber auch durch eine Mangelernährung. Weitere Ursachen können sein:

  • Medikamente
  • Hormonschwankungen (Schwangerschaft etc.)
  • Falsche Ernährung (besonders ein Mangel an Eisen und Zink)
  • Rauchen

Diffuser Haarausfall lässt sich eigentlich relativ gut behandeln. In der Regel ist es so, dass, sobald der Auslöser verschwunden ist, auch die Haare wieder beginnen zu wachsen. Sind die Haare beispielsweise während einer Monodiät ausgefallen, kann schon eine vernünftige Ernährungsumstellung helfen.

Haarausfall nach der Schwangerschaft

Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist etwas Natürliches und betrifft fast jede Frau. Sobald sich der Hormonspiegel wieder stabilisiert hat, fallen auch die Haare nicht mehr aus.

In der Schwangerschaft ist der Östrogen–und HCG Spiegel stark erhöht. Dies verhindert das natürliche Ausfallen der Haare. Deshalb haben Schwangere viel vollere Haare als sonst.

Gehen wir davon aus, dass eine Schwangerschaft in der Regel 40 Wochen dauert. Das sind 280 Tage, an denen jeweils 100 Haare ausfallen sollten.

Doch es fallen aufgrund des hohen Östrogenspiegels gerade mal die Hälfte aus. Das sind 14000 Haare, die nicht ausgefallen sind.

Diese 14000 Haare fallen nach der Schwangerschaft zusätzlich aus. Daher wirkt es so, als hätte man starken Haarausfall.

 

Haarausfall nach Absetzen der Pille

Das absetzt der Pille kann auch eine Ursache für hormonell bedingten Haarausfall sein.

Die Pille greift in den Hormonhaushalt einer Frau ein, um zu verhindern, dass sich ein befruchtetes Ei in der Gebärmutter einnisten kann.

Der Eisprung wird künstlich ausgeschaltet. Der Östrogenspiegel bleibt hoch, und die Haare fallen weniger aus. Nach dem Absetzen der Pille sinkt der Östrogenspiegel. Und die Haare fallen wieder aus.

Ein anderer Grund für vermehrten Haarausfall nach absetzten der Pille kann sein, dass die Eierstöcke auf einmal mehr männliche Hormone produzieren. Dies kann sich insbesondere dann negativ auf den Haarwuchs auswirken, wenn die Frau sowieso schon die Veranlagung zur androgenetischen Alopezie besitzt.

Eine weitere Folge hiervon kann Akne und unreine Haut sein.

Des Weiteren kann Nährstoffmangel Haarausfall verursachen. Denn Leber, Darm und Schilddrüse müssen sich zunächst einmal erholen. Auf diese Organe kann die Einnahme der Pille auch Auswirkungen

Alopecia Areata – der kreisrunde Haarausfall

Bis heute sind die genauen Ursachen für den kreisrunden Haarausfall nicht abgeklärt. Bei dieser Autoimmunerkrankung identifiziert das eigene Immunsystem die Haarwurzeln als Fremdkörper und attackiert diese dementsprechend. 

Infolgedessen kommt es zu den typischen kahlen kreisrunden Stellen, die über den Kopf verteilt auftreten können.

Es gibt insgesamt vier Arten von Alopecia:

  •  Alopecia Ophiasis – hier fallen die Haare kranzartig im Nacken- und Ohrenbereich aus.
  • Alopecia Areata – der kreisrunde Haarausfall
  • Alopecia Totalis – hier fällt die komplette Kopfbehaarung aus.
  • Alopecia Universalis – hier fällt die komplette Körperbehaarung aus. 

Alopecia Areata tritt oft im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, beispielsweise mit der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo).

Zudem wird eine gewisse Veranlagung nicht ausgeschlossen. Die Krankheit kann in Schüben auftreten, sodass die Betroffenen über längere Zeit beschwerdefrei sein können, doch dann fallen die Haare ganz plötzlich wieder aus.

Androgenetische Alopezie bei Frauen – Haarausfall in den Wechseljahren

Nicht nur Männer sind vom hormonell und erblich bedingten Haarausfall betroffen. Auch Frauen können darunter leiden, nur setzt er beim weiblichen Geschlecht meist sehr viel später ein, nämlich mit Beginn der Wechseljahre.

Wie der Name schon verrät, ist diese Art des Haarverlusts genetisch bedingt.

Denn genau wie bei Männern reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf das Androgen Dihydrotestosteron (DHT).

Dieses hat seinen Ursprung im männlichen Hormon Testosteron.

Bis zum Einsetzen des Klimakteriums (so der wissenschaftliche Name der Wechseljahre) hält das Östrogen dieses Hormon in Schach.

Setzen die Wechseljahre ein, sinkt die Produktion des Östrogens, und die Stunde des Testosterons ist gekommen.

Anders als bei Männern beginnt der erblich bedingte Haarausfall bei Frauen entlang des Scheitels. Dieser Bereich dünnt immer mehr aus, bis irgendwann die Kopfhaut durchscheint.

Haarausfall was tun?

Gerade Frauen leiden häufig extrem unter dem Verlust ihrer Haare – viel mehr als Männer.

Denn auch in der heutigen Zeit ist es immer noch so, dass schönes und gesundes Haar als weibliches Schönheitsideal gilt.

Wie bereits eingangs beschrieben, ist bei diffusen Haarausfall die Regel, dass die Haare wieder nachwachsen, sobald der Auslöser dafür verschwunden ist.

Was kann ich allerdings tun, wenn die Haare nicht mehr nachwachsen oder ich unter erblich bedingtem Haarausfall leide?

Abhilfe kann hier eine Haartransplantation schaffen, wie sie beispielsweise in der Cosmedica Clinic vorgenommen wird.

Gerade bei erblich bedingtem Haarausfall hilft eine Eigenhaarverpflanzung langfristig.

Einzig und allein bei Alopecia Areata ist ein solcher Eingriff nicht möglich, da das Immunsystem die frisch verpflanzten Follikel sofort wieder attackieren würde.

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