Was ist eine Haartransplantation?

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Was ist eine Haartransplantation?

Hoffnung nach Haarausfall: Die betroffenen Haarpartien sind nicht unwiederbringlich verloren. Eine Haartransplantation bringt die gewünschte Fülle zurück. Doch was ist eine Haartransplantation eigentlich? Und für wen empfiehlt sie sich?

Wer braucht eine Haartransplantation?

Sie ist die häufigste Form von Haarausfall – die androgenetische Alopezie, hormonell bedingter Haarausfall. Allein in Deutschland leidet jeder zweite Mann an Geheimratsecken oder kahlen Stellen. Ausschlaggebend für den Haarverlust ist das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Die Haarwurzeln vertragen DHT nicht und fallen aus. Wer unter androgenetischer Alopezie leidet, bestimmen die Gene (erblich bedingtem Haarausfall). So lässt sich der hormonell bedingte Haarverlust nicht abwenden. Er ist nur eine Frage der Zeit. Schlimmstenfalls bleibt am Hinterkopf nur ein lichter Haarkranz zurück. Zum vollständigen Haarverlust kommt es bei der androgenetischen Alopezie jedoch nicht. Der Grund: Haare am Hinterkopf sind gegen das Hormon DHT immun. Es handelt sich um DHT-resistente Haarwurzeln. Bei Frauen hingegen bildet sich keine Glatze. Vielmehr dünnen die Haare aus. Speziell im Bereich des Mittelscheitels.

Gelegentlich gehen auch Verbrennungen, Verletzungen und Operationen mit dem Haarausfall einher. Dasselbe gilt für Hauterkrankungen wie Alopecia areata, kreisrunder Haarausfall, und Folliculitis decalvans, entzündete Haarbälge. Klingen die Entzündungen ab, können sie kahle Stellen hinterlassen.

Unumkehrbarer (irreversibler) Haarausfall lässt sich zwar medikamentös behandeln. Doch gerade bei Männern regen Präparate wie Minoxidil oder Finasterid den natürlichen Haarwuchs nicht wieder an. Sie bringen den Haarverlust lediglich zum Stillstand – zumindest für die Dauer der Therapie. Entfällt der medikamentöse Einfluss, setzt der Haarausfall wieder ein. Die langfristige Alternative: eine Haartransplantation.

Was für Möglichkeiten gibt es?

Werden kahlere Haarpartien durch dichtere ersetzt, spricht man von einer Haartransplantation. Die zwei gängigsten Methoden:

FUT (Follicular Unit Transplantation):

Bei der Follicular Unit Transplantation oder Strip-Methode wird ein schmaler Hautstreifen mit intakten Haaren, vorzugsweise aus dem Hinterkopf, entfernt. Die Hautränder an der offenen Stelle gilt es zu verschließen. Anschließend werden die einzelnen Hautteile umfassend im Labor auf die Haartransplantation vorbereitet. Der Fokus liegt auf den Haarfollikeln, follikulären Einheiten, die gezielt aus der Hautpartie herausgefiltert und später Schritt für Schritt in die kahle Kopfhaut verpflanzt werden.

FUE (Follicular Unit Extraction):

Anders als bei der FUT findet bei der FUE  Methode keine Vorbereitung im Labor statt. Stattdessen werden unter örtlicher Betäubung die kleinen Hautstellen mit intakten Haarbündeln direkt aus der Kopfhaut mit einer Kanüle herausgenommen. Als Quelle dient hier nicht nur die behaarte Kopfhaut. Auch andere behaarte Körperstellen wie Arme, Beine, Achseln, Brust oder Rücken kommen für die Transplantation infrage. Da die Wunden insgesamt sehr klein ausfallen, sind keine Nähte an den behandelten Stellen notwendig.

Bei der Einpflanzung verlaufen FUT und FUE identisch. In beiden Fällen wird die kahle Stelle zunächst vorbehandelt. Feine Schnitte oder Einbohrungen legen schmale Vertiefungen in der Hautoberfläche frei, genügend Platz für die Haartransplantate. Besonders präzise Ergebnisse verspricht die Lasertechnik, entweder per Erbium-Yag-Laser oder per CO2-Laser. Mit einer Pinzette werden nun die einzelnen Transplantate in die offengelegten Stellen eingesetzt, die in der Regel innerhalb von wenigen Tagen selbstständig wieder verheilen. Die Behandlungsdauer ist von Patient zu Patient verschieden. Je nach Schweregrad und gewünschtem Ergebnis variiert sie zwischen einem und vier Therapietagen.

Welche Erfolge verspricht der Eingriff?

Im Gegensatz zur medikamentösen Therapie verheißt die Haartransplantation meist ein lebenslanges Ergebnis. Zugleich lassen sich die Transplantate mühelos in den Alltag des Patienten integrieren. Waschen, Schneiden, Föhnen und Färben sind problemlos möglich.

Bis die neu gewonnene Fülle jedoch endgültig sichtbar ist, muss sich der Patient noch einige Wochen gedulden. Nach drei bis vier Wochen fallen die Transplantate vorübergehend aus. Schuld ist der Nährstoffmangel der Haarwurzeln während der Entnahme. Erst drei bis vier Monate später wachsen die verloren gegangenen Haare nach. Diese bleiben nun üblicherweise bis zum Lebensende erhalten.

Welche Komplikationen bringt die Haartransplantation mit sich?

In der Regel verläuft die Haartransplantation ohne ernsthafte Komplikationen. Unmittelbar nach dem Eingriff kommt es zwar zu Rötungen, Schwellungen und Gefühlsstörungen in den Entnahmebereichen, diese gehen aber nach wenigen Tagen von selbst zurück. Dasselbe trifft auf kleine Verkrustungen auf der Kopfhaut zu. Nach zehn bis 14 Tagen regelmäßigen Waschens mit ph-neutralem Shampoo sollten sie bereits abgeklungen sein. In Ausnahmefällen wachsen die Transplantate nicht richtig an die Kopfhaut an. Gerade bei Infektionen besteht ein erhöhtes “Abstoß-Risiko”.

Zur Vorsorge empfehlen Ärzte, in den ersten beiden Wochen nach der Transplantation auf starke körperliche Anstrengung, Saunagänge, chemisch belastete Pflegeprodukte und intensive Sonneneinstrahlung zu verzichten.

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