Stammzellen bei der Haartransplantation fördern Haarwachstum

Die Stammzelltherapie kommt seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Fachrichtungen der Medizin zur Anwendung, beispielsweise in der Dermatologie, der Orthopädie und der Zahnmedizin. Mittlerweile hat sie auch in der Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall ihren Platz gefunden. Zum einen kann sie helfen, einer androgenetischen Alopezie im Anfangsstadium entgegenzuwirken. Zum anderen können Stammzellen bei einer Haartransplantation eingesetzt werden, um das Ergebnis zu verbessern.

Was genau sind Stammzellen und wie wirken sie bei Haarausfall?

Hierbei handelt es sich um Zellen, die nur wenig oder gar nicht differenziert sind. Unterschieden werden embryonale Stammzellen (ES-Zellen) und adulte Stammzellen (AS-Zellen). ES-Zellen sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Embryos vom Zellhaufen zum Baby. Sie sind pluripotent. Das heißt, dass sie sich zu jedem Zelltyp des Körpers differenzieren können. Bei AS-Zellen ist diese Fähigkeit eingeschränkt. Sie können sich nur in verschiedenen Zelltypen innerhalb eines bestimmten Gewebes oder Organs differenzieren.

Zu Beginn eines erblich bedingten Haarausfalls kann eine Behandlung mit Stammzellen kraftlos gewordene Haarwurzeln reaktivieren und damit den Haarverlust stoppen. Die Haare wachsen wieder und bekommen mehr natürliche Stärke und Volumen.

 

Wie funktioniert Regenera Activa gegen Haarausfall?

Bei der Regenera Activa-Methode werden Stammzellen aus dem Körper des Patienten extrahiert, in einem speziellen Verfahren aufbereitet und danach in die Kopfhaut injiziert.

Im ersten Schritt werden unter örtlicher Betäubung mittels Biopsie-Stanze Gewebeproben mit knapp drei Millimeter Durchmesser am Hinterkopf oder hinter dem Ohr entnommen. Diese werden mithilfe einer speziellen Mikrodermatom-Klinge in Streifen zerschnitten, um anschließend die Stammzellen leichter abtrennen zu können. Die geschnittenen Gewebestreifen werden in eine Kochsalzlösung gegeben und in der Regenera-Activa-Zentrifuge mit 80 Umdrehungen in der Minute zentrifugiert, um ein als Lyophilisat bezeichnetes Zellkonzentrat zu erhalten. Dieses wird mit einer feinen Nadel in zuvor definierte Bereiche der Kopfhaut eingebracht.

Die Behandlung ist schmerzarm und dauert 20 bis 30 Minuten. Eine Rasur der Kopfhaut ist nicht erforderlich. Die Patienten sind sofort wieder gesellschaftsfähig und haben keine Ausfallzeiten. Da keine zusätzlichen chemischen Stoffe zur Anwendung kommen, ist eine gute Verträglichkeit auch für Allergiker gewährleistet.

 

Stammzellen bei der Haartransplantation fördern Haarwachstum

Wie lange dauert es, bis die Wirkung einsetzt?

Wie schnell die Stammzelltherapie wirkt, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Der Grad des Haarausfalls spielt hierbei ebenso eine Rolle wie die individuelle Reaktion auf die Behandlung. In aller Regel zeigen sich die Resultate nach einigen Wochen bis Monaten.

Nach der Therapie kann sich der Haarausfall kurzfristig verstärken, bevor die Haare wieder zu wachsen beginnen. Das ist ein normaler Vorgang und kein Grund zur Besorgnis. Die meisten Patienten stellen innerhalb von drei bis sechs Monaten eine deutliche Verbesserung des Haarwachstums fest. Die Wirkung der Behandlung hält etwa zwei Jahre lang an. Daher muss das Verfahren mindestens im Zwei-Jahres-Rhythmus wiederholt werden, um einen erneuten Haarverlust zu vermeiden.

Um die Wirkung zu verbessern, wird die Stammzelltherapie häufig mit anderen Behandlungsformen kombiniert. Infrage kommen:

  • eine Eigenbluttherapie mit plättchenreichem Plasma (PRP),
  • die Behandlung der Kopfhaut mit Laserlicht (LLLT),
  • die Meso-Therapie (Injektion von Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren in die mittlere Hautschicht) und
  • die Infusionstherapie (Infusionen mit Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien).

Für wen eignet sich die Stammzellentherapie gegen Haarausfall?

Die Behandlung ist sowohl für Männer mit beginnender Glatzenbildung als auch für Frauen mit dünner werdendem Haar geeignet. Besonders wirksam ist die Methode bei erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie), kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) und vernarbender Alopezie.

Bei atypischem Haarausfallmuster, Krankheitsverdacht oder Nährstoffmangel muss zunächst der genaue Auslöser für den Haarausfall ermittelt werden. Nur so lässt sich abschätzen, ob eine Behandlung mit Stammzellen oder eine Haartransplantation überhaupt infrage kommen.

 

Behandlung mit Stammzellen _Haartransplantation

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie bei jedem medizinischen Eingriff besteht auch bei der Stammzelltherapie ein gewisses Risiko für unerwünschte Begleiterscheinungen. Die meisten Patienten vertragen die Maßnahme aber gut und es treten nur geringe oder gar keine Nebenwirkungen auf. Am häufigsten sind:

  • Schwellungen, Rötungen und leichte Schmerzen an den Entnahme- oder Injektionsstellen,
  • Empfindlichkeit oder Juckreiz im behandelten Bereich,
  • leichte Blutergüsse, die normalerweise binnen weniger Tage von allein verschwinden, und
  • leichte Infektionen (sehr selten).

Wichtig ist, sich vor der Stammzelltherapie von einem qualifizierten Arzt beraten zu lassen, um sich eingehend über die Risiken und Nebenwirkungen zu informieren. Für schwangere Frauen, Allergiker oder Patienten mit bestimmten medizinischen Problemen ist eine Behandlung mit Regenera Activa unter Umständen nicht möglich.

 

Ist die Behandlung mit Stammzellen eine Alternative zur Haartransplantation?

Ob die Stammzelltherapie gegenüber der Haarverpflanzung Vorteile bietet, hängt vom Einzelfall ab. Sind noch genügend Haarwurzeln vorhanden, ist es in den meisten Fällen sinnvoll, diese mit regenerativen Therapien zu stärken. Auch inaktive, aber noch lebende Haarfollikel lassen sich zum Teil reaktivieren. Hierfür ist die Stammzellentherapie eine von mehreren Behandlungsoptionen. Die Kosten sind deutlich geringer als bei einer Haartransplantation. Dafür ist aber auch der Therapieerfolg nicht so nachhaltig.

Bei einer Haarverpflanzung reicht in aller Regel eine Behandlung, um die durch genetischen bedingten Haarausfall verlorene Haarpracht wieder zurückzubringen. Sie eignet sich auch für kahl gewordene Bereiche, an denen Stammzellen allein nichts mehr nützen würden. Goldstandard ist derzeit die DHI Technik. Bei dieser werden DHT-resistente Haarfollikel vom Hinterkopf oder den Seiten des Kopfes ganz fein entnommen und auf die kahlen Stellen umverteilt. Da die Unempfindlichkeit gegenüber dem Haarausfall verursachenden Hormon DHT (Dihydrotestosteron) auch nach der Transplantation weiterbesteht, bleiben die implantierten Haare in aller Regel dauerhaft erhalten.

Wenn Sie eine Haartransplantation in der Türkei in Erwägung ziehen, ist die Cosmedica Clinic in Istanbul der ideale Ansprechpartner. Nehmen Sie für eine kostenlose Haaranalyse und ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne Kontakt auf. Der deutschsprachige Transplantationsspezialist Dr. Levent Acar und sein Team finden für Sie und Ihr Haarproblem die optimale Lösung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Stammzellentherapie bei Haarausfall und wie funktioniert sie?

Die Stammzellentherapie bei Haarausfall beinhaltet die Verwendung von wenig oder gar nicht differenzierten Zellen, um das Haarwachstum zu fördern. Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) sind pluripotent und können sich in jeden Zelltyp des Körpers differenzieren, während adulte Stammzellen (AS-Zellen) auf Zelltypen innerhalb eines bestimmten Gewebes oder Organs beschränkt sind. Bei der Therapie werden Stammzellen aus dem Körper des Patienten entnommen, aufbereitet und in die Kopfhaut injiziert, um Haarwurzeln zu reaktivieren und den Haarverlust zu stoppen. Diese Behandlung ist besonders effektiv bei beginnendem erblich bedingtem Haarausfall und kann die Haardichte und -stärke verbessern.

Was ist Regenera Activa und wie wird es gegen Haarausfall angewendet?

Regenera Activa ist eine spezielle Methode zur Behandlung von Haarausfall, bei der Stammzellen aus Gewebeproben des Patienten extrahiert, aufbereitet und in die Kopfhaut injiziert werden. Dabei werden Gewebeproben unter örtlicher Betäubung entnommen, zerkleinert und in einer Zentrifuge verarbeitet, um ein Zellkonzentrat zu gewinnen. Dieses Konzentrat wird dann in die betroffenen Bereiche der Kopfhaut injiziert. Die Behandlung dauert etwa 20 bis 30 Minuten, ist schmerzarm und erfordert keine Rasur der Kopfhaut. Patienten sind sofort wieder gesellschaftsfähig und haben keine Ausfallzeiten.

Wie lange dauert es, bis die Wirkung der Stammzelltherapie einsetzt und wie lange hält sie an?

Die Wirkung der Stammzelltherapie variiert von Patient zu Patient. Erste Ergebnisse zeigen sich in der Regel nach einigen Wochen bis Monaten. Zunächst kann der Haarausfall vorübergehend zunehmen, bevor das Haarwachstum einsetzt. Innerhalb von drei bis sechs Monaten bemerken die meisten Patienten eine deutliche Verbesserung. Die Wirkung der Therapie hält etwa zwei Jahre an, weshalb die Behandlung im Zwei-Jahres-Rhythmus wiederholt werden sollte, um den Haarverlust weiterhin zu verhindern.

Welche Nebenwirkungen können bei der Stammzellentherapie auftreten?

Die Stammzellentherapie ist in der Regel gut verträglich und hat nur wenige Nebenwirkungen. Mögliche unerwünschte Begleiterscheinungen sind Schwellungen, Rötungen und leichte Schmerzen an den Entnahme- oder Injektionsstellen, Empfindlichkeit oder Juckreiz im behandelten Bereich, leichte Blutergüsse und selten leichte Infektionen. Es ist wichtig, sich vor der Behandlung von einem qualifizierten Arzt beraten zu lassen, um mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu besprechen. Besonders schwangere Frauen, Allergiker oder Patienten mit bestimmten medizinischen Problemen sollten vorab eine sorgfältige Abklärung vornehmen lassen.

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