Haarausfall bei Diabetes

Haarausfall muss nicht immer genetisch bedingt sein. Es können noch verschiedene andere Ursachen zum Verlust der Haare führen. Die Ursache kann zum Beispiel in einer Stoffwechselerkrankung liegen.

Tritt der Verlust der Haare plötzlich auf, sollte daher immer eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Ist der Blutzuckerspiegel verändert, kann das eine Ursache des Haarausfalls sein.

Was versteht man unter Diabetes?

Bei Diabetes mellitus, oder Zuckerkrankheit, werden zwei Typen unterschieden. Typ-1-Diabetes ist angeboren. Die Bauchspeicheldrüse ist nicht in der Lage, Insulin zu produzieren. Bei Typ-2-Diabetes wird durch eine jahrelange, ungesunde Lebensweise ständig zu viel Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet.

Die Zellen sind nicht mehr in der Lage das Insulin zur Aufnahme von Zuckermolekülen zu nutzen. Mit Diät und einer medikamentösen Behandlung können bei diesem Diabetes-Typ Folgeerscheinungen verhindert werden.

Wieso tritt Haarausfall bei Diabetes auf?

Von der Zuckerkrankheit ist der ganze Körper und Stoffwechsel betroffen. Auch Haarverlust bei Diabetes mellitus ist eines der sichtbaren Symptome.

Da sich der gesamte Hormonkreislauf verändert, treten häufig gleichzeitig Funktionsstörungen der Schilddrüse auf. Auch die Menge der produzierten Androgene (Geschlechtshormone) verändert sich. Die Haarwurzeln verbleiben unter dem Einfluss von Testosteron länger in einem Ruhezustand. Es werden weniger gesunde Haare produziert. Der Haarverlust verstärkt sich in dieser Zeit. Dünner werdendes Haar ist die Folge.

Jede Zuckerkrankheit wirkt sich auch negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Da die Elastizität der Gefäßwände abnimmt, steigt der Blutdruck. Die Zuckermoleküle verändern die Form der roten Blutkörperchen. Die Neigung zur Bildung von Thromben (Blutgerinnseln) ist erhöht. Kapillaren (kleinere Gefäße) werden verstopft. Durch die verringerte Durchblutung erhalten die Haarfollikel nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe. Die Haarwurzeln sterben ab. Die Haare fallen aus.

Bei Diabetes tritt oft kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) auf, da der erhöhte Zuckerspiegel die Reaktionen des Immunsystems verändert. Die Haarfollikel werden von körpereigenen Antikörpern angegriffen. Der Haarausfall verstärkt sich.

Diabetes wirkt sich auch auf den psychischen Zustand aus. Die Schwankungen des Zuckerspiegels beeinflussen die Produktion der Botenstoffe im Gehirn. Ein an Diabetes mellitus Erkrankter leidet daher häufig auch unter Depressionen und Stress.

Bei Diabetes, der über lange Zeit besteht, entstehen Schädigungen der Nerven. Die Kopfhaut kann austrocknen und die Haarwurzeln werden nicht mehr genügend mit Talg versorgt. Die Anfälligkeit für Infektionen und Entzündungen steigt stark an. Bakterien können sich leichter auf der Kopfhaut vermehren. Durch die Schädigung der Nerven kann ein vollständiger Verlust der Kopfhaare und der Körperbehaarung eintreten.

Auch die Diabetes-Behandlung beeinflusst das Wachstum der Haare. Die Antidiabetika in Tablettenform stören das Gleichgewicht der Darmflora. Nährstoffe können schlechter aufgenommen werden. Der Mangel wirkt sich auch auf die Gesundheit der Haarwurzeln aus.

Was kann man gegen Haarausfall bei Diabetes mellitus tun?

In erster Linie muss versucht werden, den Diabetes in den Griff zu bekommen. Ist eine entsprechende Diät nicht mehr ausreichend, werden durch den behandelnden Arzt Tabletten oder Insulin-Injektionen verordnet. Gleichzeitig muss eine Umstellung der Ernährung und Lebensweise erfolgen.

Gesunde, ausgewogene Ernährung wird durch ein Bewegungsprogramm ergänzt. Zur Diabetes-Therapie gehören auch Nahrungsergänzungsmittel, die Mangelerscheinungen vorbeugen. Spezielle Shampoos und Pflegelotionen versorgen die Haarfollikel mit zusätzlichen Nährstoffen und helfen den Haarausfall zu verringern.

Haartransplantation zur Behandlung von Haarausfall bei Diabetes

Sind die Haarfollikel durch die Schädigung der Nerven und den Mangel an Nährstoffen bereits abgestorben, können keine Haare mehr produziert werden. Eine teilweise oder vollständige Glatze hat sich gebildet. Der Haarverlust kann auch nicht mehr umgekehrt werden.

In diesem Fall kann nur noch eine Haartransplantation bei Dr. Levent Acar helfen. Bei dem minimalinvasiven Eingriff werden die kahlen Stellen mit Eigenhaar aus vom Haarausfall nicht betroffenen Spenderzonen aufgefüllt. Durch die Verpflanzung gesunder Grafts wachsen an den schütteren Stellen nach einiger Zeit wieder neue, gesunde und kräftige Haare.

Für die natürliche und einfache Lösung werden in der Cosmedica Clinic in Istanbul durch Dr. Levent Acar günstige All-Inklusive-Pakete angeboten.

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