Haarausfall durch Kohlensäure – wahr oder Gerücht?

Im Internet kursieren Texte, die behaupten Kohlensäure ist ungesund und man sollte lieber ganz auf Kohlensäure verzichten.

Wasser hat in unserem Körper zwei Aufgaben. Zum einen die Nährstoffe zu den Zellen zu transportieren und so mit Mineralien zu versorgen. Zum anderen die Abfallstoffe zu den zuständigen Organen wie Leber und Niere zu bringen. Wer also ausreichend Wasser trinkt, tut etwas für seine Gesundheit.

Als Faustformel gilt 40 ml pro kg Körpergewicht pro Tag. Das wären 3,2 Liter Wasser bei einer 80 kg schweren Person.

Ein hartnäckiges Gerücht, dass allerdings in Verbindung mit Wasser – vor allem kohlensäurehaltigem Wasser – immer wieder auftaucht, ist, dass Sprudel Haarausfall verursachen kann.

Was ist Kohlensäure?

Kohlensäure ist nichts anderes als ein Konservierungsmittel. Die anorganische Säure wird Getränken zugesetzt, um sie haltbarer zu machen. Auf diese Weise wird die Ausbreitung von Bakterien nach dem Abfüllen und nach dem Öffnen der Flasche unterbunden.

Die kleinen Bläschen, weswegen kohlensäurehaltiges Wasser auch Sprudel genannt wird, entstehen dann, wenn das CO2 sich mit dem Wasser (H2O) verbindet.

Selbst in der Natur ist Kohlensäure im Wasser zu finden. So wird Wasser, das durch Vulkangestein fließt, auf natürliche Weise mit Kohlensäure versetzt.

 

Haarausfall durch kohlensäurehaltiges Wasser?

Haarausfall durch kohlensäurehaltiges Wasser gehört zu den urbanen Mythen. Genauso wie die Behauptung, dass Sprudelwasser dick macht.

Was allerdings zu Haarausfall führen kann, ist eine Übersäuerung des Körpers. Das heißt, wenn der Säure-Basen Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Es stimmt, dass Kohlensäure leicht sauer ist. Der pH Wert liegt bei etwa 5,3 (von Wasser zu Wasser kann das variieren). Doch zum Vergleich: Der pH Wert einer Zitrone liegt bei etwa 2. Wobei man beachten sollte, dass 0 den stärksten Säuregrad darstellt und 14 die stärkste basische Reaktion.

Auch ist in Mineralwasser mit Kohlensäure definitiv nicht genug Säure enthalten, um die Zähne anzugreifen, wie es gerne Kindern und Jugendlichen erzählt wird.

Was man allerdings nur in Maßen genießen sollte, sind Cola, Limo und Co. Denn übermäßig getrunken können diese kohlensäurehaltige Getränke Haarausfall verursachen. Dies liegt jedoch nicht an der Kohlensäure.

 

Warum fallen die Haare bei Übersäuerung aus?

Die Symptome für eine Übersäuerung des Körpers sind Haarausfall und brüchige Nägel. Doch auch schmerzende Gelenke sind keine Seltenheit.

Wird der Körper nicht mit ausreichend Mikronährstoffen versorgt, greift er auf die körpereigenen Mineralstoffdepots zurück. Diese liegen unter anderem in den Knochen, in den Zähnen und in der Kopfhaut.

Unser Körper legt die Priorität darauf, unseren Organismus und vor allem unser Gehirn am Laufen zu halten. Haare sind für ihn nicht überlebensnotwendig. Also greift er als erstes auf die Mineralstoffdepots in der Kopfhaut zurück. Infolgedessen werden die Haarfollikel nicht mehr richtig versorgt und die Haare fallen aus.

Fallen Ihre Haare aufgrund von Übersäuerung aus, sollte sie sich ausgewogen ernähren und genug Wasser trinken, um so die Säuren zu neutralisieren.

Ob Sie Ihren Durst dabei mit stillem Wasser oder mit Sprudel stillen, bleibt Ihnen selbst überlassen.

In der Regel ist es so, dass die Haare wieder nachwachsen, sobald der Mineralstoffmangel beseitigt ist.

 

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