Ist eine Haartransplantation ohne Rasur möglich?

Haartransplantationen werden als schönheitschirurgische Eingriffe immer beliebter – vermutlich auch deswegen, weil einige Prominente mittlerweile offen dazu stehen bei ihrer Haarpracht etwas, in manchen Fällen etwas mehr, nachgeholfen zu haben.
Jeder, der mit dem Gedanken spielt sich einem solchen Eingriff zu unterziehen, wird feststellen, dass bei den meisten Haartransplantationen vor dem Eingriff der Kopf rasiert wird. Vor allem Frauen und auch so manche Männer schrecken deswegen vor einer Eigenhaarverpflanzung zurück – obwohl der Eingriff vielleicht das Leben zum Positiven verändern könnte.

Ist eine Haarverpflanzung ohne Rasur möglich?

Haarausfall und schütteres Haar sind weit verbreitet. Nicht nur Männer leiden unter einer schwindenden Haarpracht, auch Frauen bleiben nicht immer davon verschont. In vielen Fällen ist die Ursache von Haarausfall erblich bedingt, auch bekannt unter androgenetischer Alopezie. Bei Männern kann diese Art von Haarausfall bereits ab dem 20. Lebensjahr auftreten, bei Frauen meist etwas später, nämlich mit dem Einsetzen der Wechseljahre. Auch die Form des Haarverlusts unterscheidet bei sich Frauen und Männern. Ein typisches Symptom für beginnenden erblich bedingten Haarausfall bei Männern sind die Geheimratsecken die langsam immer höher wandern. Bei Frauen hingegen wird der Scheitel immer breiter.

Viele Menschen leiden extrem unter dem dauerhaften Verlust ihrer Haare. Unter gewissen Umständen kann eine Haartransplantation hier Abhilfe schaffen. Die gute Nachricht an dieser Stelle ist, dass nicht immer der gesamte Kopf rasiert werden muss. Einschränkend ist jedoch zu sagen, dass es hierbei immer abhängig von der Größe der aufzufüllenden Stellen ist. Allerdings kommt es immer auf die Größe des Areals an, wo die kahlen Stellen aufgefüllt werden sollen und welche Transplantationstechnik zum Einsatz kommt.

Die DHI Saphir Methode

Bei der DHI Saphir Methode handelt es sich um eine Weiterentwicklung der FUE Methode. Entscheidet man sich für diese Methode, müssen die Haare nicht gezwungenermaßen abrasiert werden, sondern werden lediglich gekürzt. Nach der Betäubung werden die Grafts mit einer halboffenen zylindrischen Nadel aus dem Spenderbereich entnommen. Anschließend werden sie unter Zuhilfenahme des DHI Implanters in den Empfängerbereich wieder eingesetzt, um dort die kahlen Stellen aufzufüllen. Die Hohlnadel, mit der die Haarfollikel entnommen werden, hat einen Durchmesser von 0,7 mm.

Ein weiterer Vorteil der DHI Saphir Methode ist, dass sich die Wuchsrichtung der einzelnen Haare besser kontrollieren lässt. Außerdem kann mit dieser Methode eine höhere Haardichte erzielt werden. Zudem ist die Anwuchsrate sehr hoch, da die Grafts mit dem DHI Implanter geschützt implantiert werden. Auch die Schnittverletzungen sind minimal. Der behandelnde Arzt öffnet die Haarwurzel Kanäle mit speziellen Mikro-Saphirklingen. So wird die Wundheilung noch einmal deutlich verkürzt.

Eine Haartransplantation mit der DHI Saphir Methode ohne Rasur ist aber nur möglich, wenn kleinere Stellen aufgefüllt werden sollen, wie zum Beispiel die Geheimratsecken. Denn diese Methode ist relativ aufwändig und es lassen sich – wenn die Haare nicht rasiert, sondern nur gekürzt werden – nur maximal 1000 Grafts entnehmen.

Weitere Vorteile der DHI Saphir Methode:

  • Die Gefahr, dass sich unschöne Narben bilden, ist praktisch fast ausgeschlossen
  • Es bilden sich weniger Krusten im Empfängerbereich und es entstehen weniger Rötungen

Nachteile der DHI Saphir Methode:

  • Im Vergleich zur FUE Methode ist die DHI Saphir Methode etwas teurer

Die FUT Technik

Bei der FUT Haartransplantation wird aus dem Spenderbereich, der im Haarkranzbereich zwischen den Ohren liegt, ein schmaler Hautstreifen entnommen. Aus diesem Hautstreifen werden wiederum einzelne Haarfollikel extrahiert, die dann in die kahlen Stellen gepflanzt werden und diese auffüllen. 

Vorteile:

  • Man ist schnell wieder gesellschaftsfähig – die Wunde, und später die  die Narbe, kann mit den längeren Deckhaaren verdeckt werden

Nachteile:

  • Der behandelnde Arzt sollte über Erfahrung in der FUT Technik verfügen, da sonst die Gefahr besteht, dass eine hässliche Narbe zurückbleibt
  • Der Eingriff ist ziemlich blutig

Fazit

Eine Haartransplantation ohne Rasur (unshaven Haartransplantation) ist prinzipiell möglich. Allerdings kommt es auf die Größe des Areals an und welche Technik und Methode zum Einsatz kommt. 

Ist der Haarausfall allerdings schon weiter fortgeschritten, ist es auch notwendig, den gesamten Kopf zu rasieren, um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen. Denn nur so lässt sich die erforderliche Menge an Grafts entnehmen. Die gute Nachricht ist allerdings: Nach einer erfolgreichen Haartransplantation wachsen die Haare ganz normal weiter und mit etwas Geduld kann man sich bald wieder an seiner alten Haarlänge erfreuen.

Sowohl die DHI Saphir Methode als auch die FUT Technik sollte man von einem erfahrenen Chirurgen durchführen lassen. Dr. Levent Acar von der Cosmedica Clinic verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Haartransplantation. Er und sein Team beraten Sie gerne, welche Methode und welche Technik die beste für Sie ist, um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen.

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