Haarausfall nach Corona-Infektion

Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. Die Symptome sind mittlerweile weitestgehend bekannt: Fieber, trockener Husten und Müdigkeit. Bisher ist noch relativ wenig über die Spätfolgen einer Corona-Infektion bekannt. Eine davon ist erst vor kurzem festgestellt worden: verstärkter Haarausfall. Die FDP Politikerin Karoline Preisler berichtete im Juni in der Talkshow von Markus Lanz darüber, dass ihr als eine der Spätfolgen ihrer schweren Covid-19-Erkrankung büschelweise die Haare ausfielen – vier Monate, nachdem sie diese überstanden hatte. 

Viele Patienten, die an Corona erkrankten, berichten, dass sie als Spätfolge der Krankheit unter verstärktem Haarausfall leiden.

Was verursacht den Haarausfall nach einer Corona-Infektion?

Die genauen Ursachen, warum die Haare nach einer Covid-19-Erkrankung plötzlich anfangen vermehrt auszufallen, sind bis heute noch nicht geklärt. Es gibt eine Studie über dieses Phänomen, aber die genauen Erkenntnisse, warum die Haare ausfallen, sind bisher noch nicht geklärt.

Diffuser Haarausfall als Post-Covid-Syndrom

Beim telogenen Effluvium, wie der diffuse Haarausfall auch genannt wird, fallen die Haare gleichmäßig verteilt über den ganzen Kopf aus. Die Haare können sich bei dieser Art des plötzlichen Haarverlusts sogar soweit ausdünnen, dass die Kopfhaut durchscheint.
Karoline Preisler berichtete, dass ihre Haare etwa erst drei Monate nach überstandener Erkrankung kontinuierlich ausfielen. Auch die US-Schauspielerin Alyssa Milano litt unter diesen Nebenwirkungen, wie man auf ihrem Instagram-Kanal verfolgen konnte. Die Erkrankung hat sie überstanden, sie leidet aber bis heute unter den schweren Spätfolgen.

Beim diffusen Haarausfall ist der Haarwachstumszyklus (Wachstumsphase, Übergangsphase, Ruhephase) gestört. Die Wachstumsphase verkürzt sich und zu viele Haare überspringen die Übergangsphase und gehen gleichzeitig in die Ruhephase (Telogenphase) über und fallen vermehrt aus.

Das Telogene Effluvium beginnt in der Regel erst zwei bis vier Monate nach einem bestimmten Auslöser, in diesem Fall die Corona-Infektion. Je nach Schwere des diffusen Haarausfalls fallen etwa 20% bis 50% der Kopfhaare auf einmal aus.

Eine Ursache, die eventuell zum diffusen Haarausfall führen könnte, ist der Stress, unter dem Corona Patienten stehen. Im Verdacht stehen aber auch zwei Autoantigene (körpereigene Moleküle, die im Falle einer Autoimmunität als Antigene fungieren). Die Forschung dazu steht hier aber noch ganz am Anfang.

Weitere Corona Spätfolgen können sein:

  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Extreme Kurzatmigkeit 
  • Erschöpfung 
  • Extreme Leistungsminderung

Wachsen die ausgefallenen Haare wieder nach?

Die gute Nachricht: Der Großteil der genesenen Covid-19-Patienten berichtet, dass die Haare nur temporär ausgefallen sind und wieder nachwachsen.

Bis die Haare wieder schön und voll sind, muss man etwas Geduld haben. 

Sollten die Haare allerdings nicht wieder nachwachsen, könnte eine Haartransplantation dieses Problem beheben. Das Team um Dr. Levent Acar von der Cosmedica Clinic gibt hierüber gerne Auskunft.

Welcher Haarausfall wird nicht durch Corona verursacht?

Verschiedene Arten von Haarausfall haben in der Regel auch verschiedene Ursachen. Eine Infektion mit dem Corona-Virus Sars-CoV-2 kann unter gewissen Umständen diffusen Haarausfall zur Folge haben.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata)

Beim kreisrunden Haarausfall attackiert das körpereigene Immunsystem plötzlich die Haarfollikel. Aufgrund dessen entstehen kleine Entzündungsherde in den Haarfollikeln und die Haare fallen daraufhin aus. Dadurch entstehen die typischen kreisrunden/ovalen kahlen Stellen auf dem Kopf und bei Männern gerade auch in der Gesichtsbehaarung. Die Ursachen, warum Alopecia Areata entsteht, sind bis heute noch nicht genau ergründet. Weitere Formen dieser Art von Haarausfall sind auch Alopecia Ophiasis, Alopecia Totalis und Alopecia Universalis.

Der androgenetische Haarausfall

Bei der androgenetischen Alopezie, dem erblich bedingten Haarausfall, reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf das Androgen DHT, was wiederum aus dem männlichen Hormon Testosteron gebildet wird. Bei dieser Art von Haarverlust verkleinern sich die Haarfollikel. Die Wachstumsphase wird extrem verkürzt, wodurch die Haare immer dünner nachwachsen.

Der erblich bedingte Haarausfall hat genetische Ursachen und ist von der familiären Veranlagung abhängig. Bei Männern beginnt er meist in den frühen Zwanzigern und bei Frauen mit Einsetzen der Wechseljahre.
Beim androgenetischen Haarausfall kann eine Haartransplantation dauerhaft und nachhaltig Abhilfe schaffen. Auch hier steht das Team um Dr. Acar von der Cosmedica Clinic bei Fragen gerne zur Verfügung.

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