Risiken nach einer Haartransplantation

Geheimratsecken, die bei Männern immer größer werden, ein Scheitel, der immer breiter wird bei Frauen – das alles sind Anzeichen für den sogenannten erblich bedingten Haarausfall. Es gibt Menschen, die mit Schere und Rasierer ihren verbliebenen Haaren zu Leibe rücken, um anschließend ihre Glatze mit Stolz zu tragen. 

Aber für viele kann sich der dauerhafte Haarverlust durch die androgenetische Alopezie, so der medizinische Fachbegriff für den erblich bedingten Haarausfall, zu einem ernsten Problem entwickeln, der in schweren Depressionen und Minderwertigkeitskomplexen enden kann.

Hier kann unter gewissen Umständen eine Haartransplantation Abhilfe schaffen. 

Mit diesem Artikel wollen wir die Risiken, die ein solcher operativer Eingriff durchaus bergen kann, ein wenig näher beleuchten. Es gibt unterschiedliche Methoden der Haartransplantation. Im Folgenden werden zwei näher erläutert:

Risiken einer Haartransplantation mit der FUT-Methode

Bei der FUT (Follicular Unit Transplantation) Methode wird aus dem Spenderbereich ein schmaler Hautstreifen entnommen, aus dem im Anschluss die follikulären Einheiten (Grafts) extrahiert werden. Mit diesen einzelnen Haarfollikeln werden im Anschluss die kahlen Stellen wieder aufgefüllt. Die Wunde am Hinterkopf wird mit einer speziellen Technik so vernäht, dass im Anschluss lediglich eine schmale Narbe zurückbleibt, die mit den Haaren verdeckt werden kann. 

Hier liegt auch eines der Risiken bei dieser Methode. Beherrscht der behandelnde Arzt diese Technik nicht oder nur unzureichend, besteht die Gefahr, dass eine wulstige Narbe am Hinterkopf, dem Spenderbereich, entstehen kann. Zudem kann es aufgrund der verhältnismäßig großen Wunde zu Infektionen und Entzündungen kommen. 

Übrigens: Bei einer von erfahrenen Ärzten durchgeführten Haartransplantation besteht so gut wie keine Gefahr, dass eine hässliche Narbe zurückbleibt.

Risiken einer Haartransplantation mit der FUE Methode

Bei der FUE (Follicular Unit Extraction) Methode werden die Grafts einzeln aus dem Spenderbereich entnommen. Dies geschieht in der Regel unter Zuhilfenahme einer speziellen Hohlnadel. 

Die einzelnen Haarfollikel werden im Anschluss – ähnlich wie bei der FUT Methode – in den Empfängerbereich eingesetzt, um dort die kahlen Stellen aufzufüllen. Die Wundfläche – vor allem im Spenderbereich – ist hierbei wesentlich kleiner, wodurch die Gefahr einer Wundinfektion minimiert wird.

Bei der FUE Methode muss sehr genau, präzise und konzentriert gearbeitet werden, besonders beim Einsetzen der Grafts in den Empfängerbereich. Hier gilt es natürlich auch ein möglichst natürliches Ergebnis zu erreichen und die Wuchsrichtung der transplantierten Haare zu beachten. Unerfahrene Ärzte und ihre Teams können sich hier schwertun. Zum Beispiel, dass die Haarlinie nach der Transplantation unnatürlich und unschön aussieht.

Dr. Levent Acar von der Cosmedica Clinic in Istanbul verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Haartransplantation und wurde auch schon zweimal mit dem Whatclinic Service Award ausgezeichnet.  

Welche Risiken gibt es nach einer Haartransplantation?

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und wird minimalinvasiv vorgenommen. Er ist in der Regel völlig schmerzfrei. 

Bei der Lokalanästhesie kommt es ein wenig auf das individuelle Schmerzempfinden des Patienten an. Es gibt Menschen, die fallen schon beim Anblick einer Spritze ihn Ohnmacht, während andere wiederum lediglich ein leichtes Pieksen spüren. In ganz seltenen Fällen kann es zu Unverträglichkeiten des Anästhetikums kommen. Falls Sie Bedenken haben, besprechen Sie dies mit ihrem Arzt vorab.

Nach dem Eingriff selbst kann es eventuell zu Spannungs- und/oder Taubheitsgefühlen auf der Kopfhaut kommen. Diese sollten aber nach einigen Tagen verschwunden sein. 

Es ist auch völlig normal, dass die Kopfhaut nach einer Haartransplantation angeschwollen ist. Dies kommt zum einen durch das Lokalanästhetikum, das unter die Haut gespritzt wird und zum anderen durch die Wundflüssigkeit, die sich ansammelt. Denn auch eine Haartransplantation ist ein operativer Eingriff, bei dem Wunden entstehen. Auch diese können sich infizieren. Um Infektionen zu vermeiden, muss unter sterilen Bedingungen gearbeitet werden. Achten Sie bei der Auswahl der Klinik für ihre Haartransplantation unbedingt auf einen einwandfreien, medizinischen Standard. 

Ähnlich sieht es mit dem Juckreiz nach dem Eingriff aus. Die Haarfollikel wachsen ein, und die Wunden beginnen sich zu schließen. Das kann sich unter Umständen durch einen mehr oder weniger starken Juckreiz äußern. Sie können eine Infektion verhindern, indem Sie unter allen Umständen versuchen an den juckenden Stellen nicht zu kratzen.

Wenn Sie sich an einen Arzt wenden, der nicht ausreichend Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat, kann es dazu kommen, dass Ihre neue Haarlinie unnatürlich wirkt und/oder der Winkel der Haarwuchsrichtung nicht richtig getroffen wurde, sodass die Haare borstig und unnatürlich wachsen werden. 

Womit Sie u.U. rechnen müssen, ist, dass die transplantierten Haare kurz nach der Haartransplantation ausfallen und es zum sogenannten Shock loss kommt. Die Haarfollikel müssen sich nach der Haartransplantation regenerieren, was bis zu drei Monaten dauern kann. Die Haare wachsen danach aber ganz normal weiter. 

Was kann ich selbst tun, um das Risiko zu minimieren?

Selbstverständlich kann man als Patient auch einiges dafür tun, um die Risiken einer Haartransplantation zu minimieren.

Vor der Haartransplantation 

Nicht mit falschen Erwartungen die Sache angehen: Auch bei einer Haartransplantation gibt es gewisse Grenzen, beispielsweise, was die Fülle der Haare betrifft. Hatte man schon vor dem Eingriff relativ dünne Haare, wird daraus auch mit einer Eigenhaarverpflanzung keine Löwenmähne entstehen. Bei einer Haartransplantation werden die Haare lediglich „umverteilt“: vom Spenderbereich in den Empfängerbereich, um dort kahle Stellen wieder aufzufüllen. Je mehr Haare der behandelnde Chirurg aus diesem Bereich entnehmen kann, umso besser wird auch das Ergebnis. 

Dr. Levent Acar von der Cosmedica Clinic und sein Team beraten jeden Kunden und Patienten gründlich und klären auch darüber auf, was machbar ist und was nicht.

Die Wahl der Klinik

Egal, ob man den Eingriff in Deutschland oder im Ausland, wie in der Türkei, durchführen lassen will – eine gründliche Recherche ist notwendig. 

Wie sind die Bewertungen auf Google und Co. und gibt es Erfahrungsberichte? Wie sieht es mit den hygienischen Standards aus? Die Cosmedica Clinic ist hier JCI (Joint Commission International) zertifiziert – das ist der Goldstandard in der ästhetischen Medizin.


Nach der Haartransplantation 

Die Nachsorge nach einer durchgeführten Haartransplantation ist enorm wichtig. 

Hält man sich genauestens an die Anweisungen des Arztes, gibt es  auch nach einer Haartransplantation so gut wie keine negativen Begleiterscheinungen. In der ersten Zeit nach dem Eingriff sollte man mit sich und seiner Kopfhaut so pfleglich wie möglich umgehen, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. 

Haartransplantation, ja oder nein?

Lohnt es sich, eine Haartransplantation vornehmen zu lassen? Diese Frage kann definitiv mit „Ja“ beantwortet werden. Denn die Risiken bei einem solchen Eingriff sind wirklich minimal. 

Gerade bei Menschen mit androgenetischer Alopezie kann eine Eigenhaarverpflanzung der letzte Ausweg sein, um lichtes Haar oder gar eine Glatze zu vermeiden. Eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Eingriff ist allerdings, dass sich genügend Haare im Spenderbereich, in der Regel auf dem Hinterkopf, befinden. 

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