Schwimmen nach einer Haartransplantation

Der Schlüssel zu einer gelungenen Haartransplantation ist eine gute Nachsorge durch den Patienten. Fragen, die in diesem Rahmen immer wieder auftauchen sind: „Wieviel Wochen nach dem Eingriff darf wieder schwimmen gehen? Wann darf ich wieder Sport treiben?“

Diese Fragen sind durchaus berechtigt. Denn nach einer Haarverpflanzung sind die Grafts, also die Follikel, die in den Spenderbereich eingesetzt wurden, extrem empfindlich. Setzt man sich zu früh körperlicher Anstrengung aus, besteht die Gefahr, dass diese irreparablen Schäden davontragen.

Was muss ich nach einer Haartransplantation beachten?

Eine Haartransplantation ist, obwohl sie minimalinvasiv vorgenommen wird, immer noch ein operativer Eingriff. Selbst bei der sehr schonenden FUE-Technik bleiben sowohl im Spender- als auch im Empfängerbereich minimale Wunden zurück – zusammen genommen sind diese übrigens als eine große Wunde zu betrachten.  

Einer der wichtigsten Schritte ist die erste Haarwäsche. Die Haare zu waschen sollte 45 bis 48 Stunden nach der Haartransplantation erfolgen. Wie und wann die Haarwäsche erfolgen sollte, erklärt Ihnen Dr. Levent Acar von der Cosmedica Clinic ganz genau nach dem Eingriff.  

Zunächst sollte die Lotion behutsam auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Achten Sie darauf, auf keinen Fall zu reiben, vor allem im Empfängerbereich, da sonst die Grafts beschädigt werden könnten. Die Lotion sollte etwa 45 Minuten lang einwirken und anschließend sanft mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Danach wird die Kopfhaut mit einem speziellen medizinischen Shampoo sanft gewaschen. Auch hier gilt: Nicht im Empfängerbereich (also der Bereich voller transplantierter Haare) reiben, sondern lediglich sanft auftupfen.  

Körperliche Aktivitäten nach der Haartransplantation

Die transplantierten Grafts sowie die Kopfhaut sind nach dem Eingriff extrem empfindlich. Wie nach jedem anderen operativen Eingriff sollte man auch direkt nach einer Haartransplantation auf große körperliche Belastungen verzichten. Völlig in Ordnung hingegen sind leichte Spaziergänge, bei denen man nicht ins Schwitzen kommt. Sport und andere körperliche Anstrengungen sind innerhalb der ersten sieben Tage nach dem Eingriff absolut tabu – ebenso Alkohol und Zigaretten!  

Während des kompletten Heilungsprozesses gilt übrigens: Auf gar keinen Fall kratzen!  

Wann darf ich nach einer Haartransplantation wieder schwimmen?  

Warum man nach einer Haarverpflanzung nicht direkt wieder den Sprung ins kühle Nass wagen sollte, dagegen sprechen einige sehr gute Argumente – egal ob es sich dabei um Schwimmbad oder Meer handelt:  

  • Schwimmbadwasser ist gechlort. Das ist zwar gut gegen Keime aber schlecht für die Kopfhaut direkt nach einer Haartransplantation. Es können Entzündungen entstehen und/oder die Grafts unwiederbringlich beschädigt werden 
  • Eine wahrscheinlich ganz ungeahnte Gefahr ist Wasserspeier in Frei- oder Hallenbädern, aus denen Wasser mit großem Druck gepumpt wird. Trifft dieses Wasser mit voller Wucht die Kopfhaut, können die Grafts ebenso beschädigt werden 
  • Meerwasser ist per se nicht schlecht für den Heilungsprozess. Die salzhaltige Meeresluft kann sogar sehr positiv sein. Direkter Kontakt mit Meereswasser hingegen nicht. Durch das Eindringen von Keimen besteht die Gefahr von Entzündungen 
  • Wie wir eingangs schon erwähnt haben, ist Sport in der ersten Zeit nach der Haartransplantation absolut tabu. Dazu gehört auch Schwimmen.  
  • Ebenfalls ist direkte Sonneneinstrahlung tabu. Deswegen ist es Pflicht, nach dem Eingriff eine spezielle Kopfbedeckung zu tragen. Ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut ist nicht nur extrem schmerzhaft – er kann auch die Transplantate beschädigen.  

Etwa 6 bis 12 Wochen nach der Haartransplantation ist schwimmen übrigens wieder erlaubt, ebenso wie Sauna und Solarium.  

Darf ich mit Badekappe schwimmen gehen?

Alles, was Druck auf die Kopfhaut und auf die Grafts in der ersten Zeit nach der Haartransplantation ausübt, kann diese ebenso beschädigen. Dazu gehören auch Badekappen, die ja relativ eng am Kopf anliegen. Außerdem ist fast keine Bademütze zu 100% wasserdicht, geschweige denn atmungsaktiv. Es besteht die Gefahr, dass die Haut aufquillt und die mühsam verpflanzten Follikel ebenso beschädigt werden. 

Fazit: 

Es ist wirklich extrem wichtig, dem Körper und vor allem der Kopfhaut nach einer Haartransplantation die nötige Ruhe zu gönnen. Nur so kann man das bestmögliche Ergebnis erzielen.  

Dr. Levent Acar und sein Team stehen natürlich für alle Fragen rund um das Haartransplantation und zur Nachsorge nach einem solchen Eingriff zur Verfügung. In der Cosmedica Clinic wird immer mit den modernsten Methoden und den neuesten Techniken gearbeitet und selbstverständlich auf höchstem hygienischem Standard. 

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