Körperhaare als Spender für eine Haartransplantation

Haartransplantationen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Immer mehr Männer (und auch so manche Frau) wollen sich mit dem Schicksal „Glatze“ nicht mehr abfinden und lassen sich Haare verpflanzen, um kahle Stellen wieder aufzufüllen. Denn eine Eigenhaarverpflanzung ist und bleibt nun mal das einzige Mittel, das dauerhaft und nachhaltig bei erblich bedingtem Haarausfall Abhilfe schafft.  

Doch wie sieht das eigentlich aus, wenn die Haarpracht nicht mehr ganz so dicht ist? Ist es auch möglich, Körperhaare als Spender für eine Haartransplantation zu verwenden, um kahle Stellen wieder aufzufüllen? Wie sieht es mit einer Transplantation von „Fremdhaaren“, also Haaren von jemand anderem aus?  

Ist eine Haartransplantation mit Fremdhaaren möglich?

Wenn der erblich bedingte Haarausfall schon relativ weit fortgeschritten ist, erscheint der Gedanke verlockend, der Haarpracht mit einer Verpflanzung von Fremdhaaren sozusagen „auf die Sprünge“ zu helfen.  

Gerade dann, wenn man vielleicht jemanden im Bekanntenkreis hat, dessen Haarfarbe und -struktur der eigenen sehr ähnlich ist. 

Leider ist bei einigen wenigen Menschen eine Haartransplantation nicht möglich, beispielsweise dann, wenn der Haarausfall zu weit fortgeschritten ist. Da ist der Gedanke natürlich verlockend, sich einfach die Follikel von jemand anderem einsetzen zu lassen.  

Das ist aber nicht möglich, denn das Immunsystem würde die Haarfollikel sofort als Fremdkörper erkennen und diese attackieren. Transplantiertes Haar würde also wieder ausfallen, ohne dass die Follikel eine Chance gehabt hätten einzuwachsen.  

Bei einer Organtransplantation passiert dies übrigens nicht, da das Immunsystem mit sogenannten Immunsuppressiva in Schach gehalten wird. Deswegen müssen Menschen, denen ein Organ gespendet wird, diese auch bis an ihr Lebensende einnehmen.  

Haartransplantation mit Körperhaaren

Die FUE-Technik ist eine der größten Innovationen bei Haartransplantationen in den letzten Jahrzehnten. Dr. Levent Acar – Gründer und Leiter der Cosmedica Clinic – arbeitet ausschließlich mit dieser Entnahmetechnik 

Bei der FUE-Technik werden im Regelfall die Haare, beziehungsweise die Follikel (Grafts), aus dem Spenderbereich am Hinterkopf entnommen und in den Empfängerbereich in dem die kahlen Stellen aufgefüllt werden sollen wiedereingesetzt.  

Es kommt aber durchaus vor, dass manche Menschen nicht genug Follikel im Spenderbereich besitzen, um ihr gewünschtes Ergebnis zu erreichen. Die Alternative ist hier die zusätzlichen Transplantationen von Körperhaaren – was übrigens erst mit der Entwicklung der FUE-Technik möglich wurde.  

Grundsätzlich können folgende Körperhaare für eine Haartransplantation verwendet werden 

  • Brusthaare 
  • Rückenhaare 
  • Barthaare  

Warum Barthaare?

Barthaare sind aufgrund ihrer Dicke sehr gut geeignet für Körperhaartransplantationen. Aus diesem Areal lassen sich in der Regel bis zu 1000 Grafts entnehmen. Es kann aber durchaus sein, dass ab einer gewissen entnommenen Menge dann Lücken im Bart erscheinen.  

Allerdings sind Barthaare aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für die Haarlinie geeignet. Für die mittlere beziehungsweise obere Region dagegen sind sie hervorragend geeignet.  

Barthaare eignen sich übrigens auch sehr gut für eine Augenbrauentransplantation.  

Warum Rückenhaare?

Hier sind stark behaarte Männer deutlich im Vorteil. 

Die Follikel der Rückenhaare passen sich nach der Transplantation so an ihre Umgebung an, dass sie deutlich länger wachsen. Zudem findet man auf dem Rücken hauptsächlich sogenannte 1er Grafts (also Follikel, in denen eine Haarwurzel sitzt). Diese sind hervorragend zur Rekonstruktion der Haarlinie geeignet.   

Warum Brusthaare?

Soll die Brustbehaarung als Spenderareal dienen, können hier in der Regel etwa 300 bis 1000 Grafts entnommen werden – je nachdem wie die Körperbehaarung bei dem Patienten ausgeprägt ist. 

Da sich aber das Hautgewebe stark von dem Gewebe der Kopfhaut unterscheidet, kommt bei der Entnahme eine größere Hohlnadel zum Einsatz, und die Gefahr, dass eventuell Mikronarben zurückbleiben können, ist dementsprechend größer. Allerdings werden immer nur so viele Grafts entnommen, dass die Mikronarben von den verbleibenden Brusthaaren verdeckt werden.  

Eine Haartransplantation ausschließlich mit Körperbehaarung ist im Übrigen leider nicht möglich.

Am besten sind Brust- und Rückenhaare geeignet, da mit ihnen in Kombination mit den anderen Grafts aus dem Spenderbereich am Hinterkopf das natürlichste Ergebnis erreicht werden kann. Barthaare hingegen decken mit weniger Masse eine größere Fläche ab, da sie von ihrer Struktur dicker sind.  

Eher nicht geeignet für eine Haartransplantation sind Arm- und Beinhaare, die Haare der Genitalien, Achsel- und Bauchhaare. 

Ablauf der Transplantation von Körperhaaren

Im Prinzip läuft eine Haartransplantation mit Körperhaaren fast genauso ab wie eine „normale“ FUE Eigenhaarverpflanzung. Im ersten Schritt bespricht der Patient mit dem behandelnden Arzt das gewünschte Ergebnis.  

Danach wird die Stelle, aus der die Entnahme der Grafts erfolgen soll, erst rasiert und anschließend örtlich betäubt.  

Nun werden die Follikel unter Zuhilfenahme einer Hohlnadel entnommen und in den Empfängerbereich wiedereingesetzt 

Dank der modernen Techniken, die bei der Cosmedica Clinic eingesetzt werden und der enormen Erfahrung von Dr. Levent Acar, werden natürlich auch dort äußerst erfolgreich Haartransplantationen mit Körperhaaren als Spender durchgeführt. 
Zudem erwartet die Patienten in der hochmodernen Cosmedica Clinic ein einzigartiger Service. Dazu kommen die neuesten Standards in der Haartransplantation und die höchsten hygienischen Bedingungen.  

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